Und das sagt die Presse:
Flügelhorn und Klarinette schleichen auf Zehenspitzen
Die "Bosch BigBand" und Jazz-Größe Ack van Rooyen bringen die Gerlinger Stadthalle zum Swingen
LKZ Dezember 2005
Gerlingen
Mit einer Jazz-Gala feierte die "Bosch Big Band" in der Gerlinger Stadthalle Premiere. Und brachte gleich
prominente Verstärkung mit: Star des Abends war der Den Haager Flügelhornist und Komponist Ack van Rooyen.
Gemeinsam versetzten sie das Publikum in Swing Laune.
Virtuosität und Leichtigkeit sind sein Markenzeichen: Jazzlegende Ack van Rooyen
Bildquelle: LKZ, Müller-Baji
So ein bisschen waren die Mitglieder der Bosch Big Band wohl selbst über den Zuspruch bei ihrer allerersten Jazz-Gala erstaunt:
Bald waren so gut wie alle Sitzplätze in der Halle belegt. Freuen können sich darüber vor allem die Gerlinger Kinder und
Jugendlichen: Die Eintrittsgelder des Abends sollen ihrer Gesundheits- vorsorge zugute kommen.
Ära zu neuem Leben erweckt
Schließlich stieg Sepp Herzog, Trompeter und musikalischer Leiter der Formation, auf die Bühne.
Und die Musiker - allesamt Bosch-Mitarbeiter - bewiesen, dass sie die zweijährige Vorbereitungszeit für den größten
Veranstaltungstermin seit Gründung des Orchesters wohl genutzt hatten.
Besonders den Bläsern gelang es, das Flair der Big-Band-Ära zu neuem Leben zu erwecken.
Höhepunkte des Abends waren aber die Gastauftritte der Den Haager Jazz-Größe Ack von Rooyen,
Gründungsmitglied des "United Jazz and Rock Ensembles" und der "Rhythm Combination and Brass" von Peter Herbholzheimer.
Leise Melancholie
Der Routinier verzauberte nicht nur am Flügelhorn und mit seinen Melodieläufen zwischen sanft und klirrend das Publikum.
Seine Hommage an das gebeutelte New Orleans geriet zum fröhlichen Marsch mit leiser Melancholie. Und auch seine ganz persönliche
Auslegung der Titel sorgten für Lacher: Aus "Walking Tiptoe" wurde die Geschichte vom Flügelhornisten und vom Klarinettisten, die nach
durchzechter Nacht nach Hause schleichen.
Doch auch die Bosch Big Band schlenderte mit lässigem Swing durch die großen Gassenhauer von Sammy Nestico - allen voran "Hey Burner",
das mit einem gewitzten Dialog zwischen Trompeten und Posaunen für vergnügtes Wippen im Publikum sorgte.
Neben dem satten Big-Band Sound setzten die Solisten Jörn Baehr (Gitarre), Andi Rapp (Saxophon) und von
Bandleader Sepp Herzog (Trompete und Flügelhorn) musikalische Akzente. Berufsmusiker und Hobby-Jazzer
entrollten außerdem gemeinsam einen roten Teppich für die Gesangsparts von Alex Kraus, der sich als Sänger
sowie Live- und Studiomusiker einen Namen gemacht hat. Seit diesem Jahr ist er auch mit einer der anderen Firmen-Kulturgruppe
eng verbunden: Er leitet den neu gegründeten "Bosch Jazz Chor" und konnte bei der Gerlinger Gala seinen
Chorsängern zeigen, wohin musikalisch die weitere Probenreise geht.
Textquelle: LKZ, Susanne Müller-Baji
|