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Und das sagt die Presse:Der Saxofonist Andreas Rapp blies im Kloster zum Ritt auf dem Kater
Auf seiner Homepage tönt der Saxofonist Andreas Rapp selbstbewusst: "Dass Sie diese Seite gefunden haben, ist Beweis für Ihren guten Geschmack, Interesse
an qualitativ hoch stehender Musik und für Ihren hohen Anspruch".
Diesen guten Geschmack bewiesen am Samstag beim "Projekt Zukunft" im Horber Kloster 30
Jazz-Fans. Und der 26-jährige Saxofonist wurde mit seinem Quartett diesem Anspruch durchaus gerecht. Kennen gelernt haben sich die Mitglieder
des "Andreas Rapp Quartetts" – Andreas Rapp (Saxofon), Christoph Heckeler (Piano), Mattias Debus (Bass) und Rodrigo Villalón (Schlagzeug) – an der
Musikhochschule Mannheim. Dort und an der New School University in New York hat Bandleader Rapp sein Handwerk gelernt. Er spielte bereits beim
Landesjazzorchester Baden-Württemberg, ist Mitglied des Bundesjazzorchesters unter Peter Herbolzheimer, war mehrfacher erster Preisträger beim
Wettbewerb "Jugend musiziert" und unterrichtet seit sechs Jahren Klarinette und Saxofon.
Bereits seit 1995 hat es sich das "Andreas Rapp Quartett" zur Aufgabe gemacht, zeitgenössischen, groovigen Jazz mit intellektuellem Touch zu fabrizieren.Am Samstag starteten die jungen Jazzer mit dem von Rapp frisch arrangierten Jazzstandard "Invitation". "Das ist ja fantastisch. Ein wahre akustisch Pracht", so lobt der Bandchef schon nach dem ersten Stück die Akustik im Kloster. Nach diesem recht wilden Einstieg wirkte das ruhigere "In Town" eher verträumt. Mit "Through The Mist", einer der vielen Eigenkompositionen des Saxofonisten, könnte Rapp sicher auch Schlangen beschwören. Seinem Kater widmete er "Cat Back Riding". Und der Ritt auf dem Kater fiel eher beschaulich aus. Nur einmal fuhr die Katze musikalisch ihre Krallen aus. Trotzdem erkundigte sich Rapp zuvor vorsichtshalber: "Jemand vom Tierschutz da?" Fetzig und vielseitig erklang "Lady Laundry". Das eigenartige Erlebnis, dass Rapp zu dieser Komposition inspirierte, muss faszinierend gewesen sein. Es passiert aber auch eher selten, dass eine alte Frau ohne Wäsche unterm Arm in einen Waschsalon kommt, um dann die Kleider zu waschen, die sie am Körper trägt. | ![]() |